„Die erfolg­rei­che Zukunft unse­res Unter­neh­mens ist untrenn­bar mit unse­rem Enga­ge­ment für Nach­hal­tig­keit verbunden“

Nach­hal­tig­keit und zukunfts­ori­en­tiert arbei­ten – das ist für STILL kein neu­es Kon­zept. Seit fast 100 Jah­ren setzt sich das Unter­neh­men für emis­si­ons­ar­me und effi­zi­en­te Antrie­be ein und bie­tet damit Arbeit­neh­mern schon lan­ge eine sinn­stif­ten­de Arbeit. Dr. Hen­ry Puhl, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung bei STILL hat uns noch tie­fer in die nach­hal­ti­gen Arbeits­wei­sen des Unter­neh­mens bli­cken lassen.

 

Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty ist heu­te in aller Mun­de. Wel­che Ver­ant­wor­tung für das Gemein­wohl tra­gen Unter­neh­men Ihrer Mei­nung nach?
Unter­neh­men sind Teil der Gesell­schaft und tra­gen somit Ver­ant­wor­tung für deren Ent­wick­lung. Eine umwelt­scho­nen­de und siche­re Pro­duk­ti­on, die Wert­schät­zung der Mitarbeiter:innen und ihrer Leis­tun­gen, eine nach­hal­tig gestal­te­te Lie­fer­ket­te und – nicht zuletzt – das gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment als „Cor­po­ra­te Citi­zen“: All das soll­ten zen­tra­le Erfolgs­fak­to­ren bezie­hungs­wei­se Leit­li­ni­en für Unter­neh­men sein, denn sie beein­flus­sen die Akzep­tanz des unter­neh­me­ri­schen Han­delns, schaf­fen Glaub­wür­dig­keit und Ver­trau­en. Mit nach­hal­ti­gem Han­deln wird die Vor­aus­set­zung für zukünf­ti­gen Erfolg geschaffen.

 

Ist die Coro­na-Pan­de­mie in die­ser Hin­sicht viel­leicht ein Weck­ruf für die Wirt­schafts­welt?
Die Coro­na-Kri­se zeigt ein­mal mehr, wie wich­tig es ist, als Gesell­schaft und als Unter­neh­men in Ein­klang mit der Natur zu leben und mit den gege­be­nen Res­sour­cen haus­zu­hal­ten sowie in schwe­ren Zei­ten als Gesell­schaft zusam­men­zu­hal­ten. Mich stimmt es opti­mis­tisch, dass die Men­schen gera­de jetzt, trotz „Social Distancing“, so eng zusam­men­rü­cken, sich soli­da­ri­sie­ren und gemein­sam krea­ti­ve Lösun­gen fin­den – pri­vat wie auch beruf­lich. Die Coro­na-Pan­de­mie wird sowohl unse­re Gesell­schaft als auch unse­re Wirt­schafts­welt ver­än­dern. Es wird wei­ter­ge­hen, aber „anders“, denn jede Kri­se birgt auch Chan­cen. Wir haben jetzt die Chan­ce, den Sinn vie­ler über Jahr­zehn­te fest­ge­wach­se­ner Ver­hal­tens­mus­ter auf den Prüf­stand zu stel­len: Wie vie­le Geschäfts­rei­sen braucht es wirk­lich? Müs­sen wir immer phy­sisch zusam­men­kom­men oder las­sen sich Abspra­chen ein­fa­cher und effi­zi­en­ter gestal­ten, und wenn ja, mit wel­chen digi­ta­len Tools? Wir erle­ben aktu­ell, dass sich vie­les auch anders als bis­her lösen lässt – und die­ses Wis­sen wird uns nach der Kri­se dabei hel­fen, Din­ge neu und bes­ser zu denken.

 

Nach Ansicht der von uns befrag­ten Exper­ten ist STILL eines der Unter­neh­men, die ver­su­chen, die Welt ein Stück bes­ser zu machen. Wel­chen Stel­len­wert hat Nach­hal­tig­keit bei STILL und wel­cher Gedan­ke steckt dahin­ter?
Kli­ma­wan­del, demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung, neue, teils dis­rup­ti­ve Tech­no­lo­gien – wir alle ste­hen vor zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen, wenn es dar­um geht, die Zukunft erfolg­reich, lebens­wert und nach­hal­tig zu gestal­ten. Nur wer als Unter­neh­men eine Ant­wort auf die zen­tra­len Fra­gen die­ser Zukunft hat, wird auch auf Dau­er erfolg­reich sein. STILL stellt sich die­sen Fra­gen seit nun­mehr fast 100 Jah­ren und sieht sich als Vor­rei­ter bei emis­si­ons­ar­men und gleich­zei­tig effi­zi­en­ten Antrie­ben. Bereits 1946 brach­te unser Unter­neh­men mit dem Elek­tro­kar­ren EK 2000 ein elek­trisch betrie­be­nes Trans­port­fahr­zeug auf den Markt – robust, wen­dig und unab­hän­gig von teu­ren fos­si­len Brenn­stof­fen. Seit­dem über­zeu­gen wir unse­re Kun­den immer wie­der mit inno­va­ti­ven und zukunfts­ori­en­tier­ten Lösun­gen, die ihnen kon­kre­te Wett­be­werbs­vor­tei­le verschaffen.

Bei der Markt­ent­wick­lung der letz­ten Jah­re, die einen kla­ren Trend zur Elek­tro­mo­bi­li­tät in der Intra­lo­gis­tik zeigt, sind beson­ders Inno­va­tio­nen im Bereich der Elek­tro­stap­ler sowie alter­na­ti­ver Ener­gie­spei­cher gefragt. STILL ist nicht nur von Beginn an mit Elek­tro­an­trie­ben gestar­tet, wir haben uns eben­falls sehr früh mit alter­na­ti­ven Ener­gie­spei­chern wie Brenn­stoff­zel­len aus­ein­an­der­ge­setzt. Unser ers­tes Pro­jekt haben wir im Jahr 2003 am Münch­ner Flug­ha­fen umge­setzt. Durch ihren hohen Wir­kungs­grad und die Emis­si­ons­frei­heit war die Brenn­stoff­zel­le bei bestimm­ten Pro­jek­ten damals bereits attrak­tiv und effi­zi­ent. Auch das ers­te hybrid ange­trie­be­ne und in Serie pro­du­zier­te Flur­för­d­er­zeug wur­de von uns auf den Markt gebracht. Und dann ist da noch die Lithi­um-Ionen-Tech­no­lo­gie, die heu­te in aller Mun­de ist. Die­se gehört eben­falls zu unse­rem Pro­dukt­port­fo­lio. Aber ganz unab­hän­gig vom Ener­gie­spei­cher oder der Antriebs­tech­no­lo­gie set­zen wir stets auf unse­re „Mis­si­on: Zero Emission“-Philosophie, mit der wir pro­ak­tiv für unse­re Kun­den ins Feld gehen, um für die­se effi­zi­en­te Lösun­gen mit mini­ma­lem Res­sour­cen­ein­satz zu kombinieren.

Dr. Hen­ry Puhl stu­dier­te und pro­mo­vier­te als Maschi­nen­bau­in­ge­nieur, bevor er in der Auto­mo­ti­ve Bran­che Fuß fass­te. Über vie­le Sta­tio­nen, von Thys­sen­krupp über Dee­re & Com­pa­ny nach CLAAS, gelang­te er 2016 zu STILL, wo er als Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung das Unter­neh­men leitet.

Abge­se­hen von neu­en Tech­no­lo­gien war es für STILL zudem von Anfang an wich­tig, an allen sei­nen Stand­or­ten eine akti­ve Rol­le in der Gesell­schaft zu über­neh­men. Seit der Fir­men­grün­dung setzt sich STILL für die Ver­bes­se­rung der Lebens­um­stän­de sei­ner Mitarbeiter:innen und ihrer Fami­li­en ein, för­dert gemein­schaft­li­che Akti­vi­tä­ten und sorgt für unver­schul­det in Not gera­te­ne Mitarbeiter:innen. Auch heu­te ver­fol­gen wir einen Ansatz, der sich an den Bedürf­nis­sen und Gege­ben­hei­ten vor Ort ori­en­tiert. Leit­bild ist das Motiv des „guten Nach­barn“, der sich über­all dort enga­giert, wo sei­ne Unter­stüt­zung gefragt ist.

Dies gilt ins­be­son­de­re für unser Stamm­haus in Ham­burg, der Stadt, in der unser Unter­neh­men gegrün­det wur­de und der wir uns seit Jahr­zehn­ten ver­bun­den füh­len. Hier, wie auch an unse­ren ande­ren Stand­or­ten im In- und Aus­land, unter­stüt­zen wir sozia­le Insti­tu­tio­nen wie die Stif­tung Mit­tags­kin­der und die Stif­tung Kul­tur Palast Ham­burg. Wei­ter pfle­gen wir eine lang­jäh­ri­ge Koope­ra­ti­on mit dem Arbeit­ge­ber­ver­band Nord­me­tall: Die Initia­ti­ven „Nord­chan­ce“ und „Nord­chan­ce Plus“ bie­ten för­der­be­dürf­ti­gen Jugend­li­chen eine Chan­ce auf eine betrieb­li­che Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­rung bezie­hungs­wei­se Aus­bil­dung, wobei sich das Pro­jekt „Nord­chan­ce Plus“ spe­zi­ell an jun­ge Flücht­lin­ge rich­tet. Seit vie­len Jah­ren blei­ben bei STILL eini­ge Aus­bil­dungs­plät­ze ver­meint­lich ‚schwä­che­ren‘ Kan­di­da­ten und Kan­di­da­tin­nen vor­be­hal­ten. Neben die­sen sozia­len Pro­jek­ten neh­men wir uns an unse­rem Stand­ort in Ham­burg regel­mä­ßig wei­te­rer The­men an: So sind wir Teil der Umwelt­Part­ner­schaft in Ham­burg, unse­re Aus­zu­bil­den­den haben in einem Pro­jekt die ReCup-Mehr­weg­be­cher ein­ge­führt und seit Mai 2019 haben wir vier Bie­nen­völ­ker auf dem Dach unse­res Betriebs­re­stau­rants stehen.

Nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten ist ein Pro­zess, der sich über vie­le Jah­re bei STILL ent­wi­ckelt hat. Um zu wis­sen, wo wir momen­tan ste­hen, las­sen wir die­sen auch von außen zer­ti­fi­zie­ren, da der Aspekt der Nach­hal­tig­keit für Kun­den und Ein­käu­fer mitt­ler­wei­le eine Schlüs­sel­stel­lung beim Ver­gleich von Lösun­gen und Pro­duk­ten ein­nimmt. So wur­den wir im Jahr 2019 erneut von der inter­na­tio­na­len Bewer­tungs­platt­form Eco­Va­dis mit dem Sil­ber­sta­tus aus­ge­zeich­net. Zudem haben die Berei­che Qua­li­täts­ma­nage­ment (DIN EN ISO 9001:2008), Umwelt­ma­nage­ment (DIN EN ISO 14001:2004), Ener­gie­ma­nage­ment (DIN EN ISO 50001:2011) und Arbeits­schutz (BS OHS­AS 18001:2007) bereits ent­spre­chen­de Zer­ti­fi­ka­te des Ger­ma­ni­schen Lloyd (DNV GL) erhalten.

 

Nicht zuletzt Fri­days for Future ist ein Aus­druck des gestie­ge­nen Umwelt­be­wusst­seins in der Bevöl­ke­rung. Ist es Ihrer Mei­nung nach an der Zeit, dass die Debat­te end­lich im Mit­tel­punkt der Gesell­schaft ankommt?
Ich begrü­ße es außer­or­dent­lich, dass Jugend­li­che sich so stark für Nach­hal­tig­keit ein­set­zen. Wenn ich über die­ses The­ma mit mei­nem 16-jäh­ri­gen Sohn spre­che, dann erken­ne ich, dass das eine nach­hal­ti­ge Dis­kus­si­on und öffent­li­che Aus­ein­an­der­set­zung ist. Ich wür­de mir wün­schen, dass jun­ge Leu­te aus so einem Enga­ge­ment die Poli­tik für sich ent­de­cken und fri­sches Blut und fri­schen Wind rein­brin­gen. Wir soll­ten das The­ma wei­ter­hin ernst neh­men. Und wir müs­sen das, was inter­na­tio­nal beschlos­sen wur­de, kon­se­quent ein­hal­ten. Dar­um geht es ja im Kern. Ich glau­be aber auch, dass wir als Unter­neh­men bereits gut auf­ge­stellt sind. Wir haben Res­sour­cen­scho­nung schon seit vie­len Jah­ren auf der Agen­da. Neh­men Sie nur das Bei­spiel E‑Mobilität, das ja aktu­ell in der Auto­mo­bil­in­dus­trie Fahrt auf­nimmt. In der Intra­lo­gis­tik ist das längst Standard.

 

Bei der Aus­wahl der Unter­neh­men ist uns wich­tig, dass dort Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen ange­bo­ten wer­den, die für eine nach­hal­ti­ge­re Gesell­schaft sor­gen. Kön­nen Sie uns kon­kre­te Bei­spie­le dafür aus Ihrem Haus nen­nen?
Nicht nur in der aktu­el­len Situa­ti­on, auch all­ge­mein spie­len unse­re Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen eine wich­ti­ge Rol­le bei der Auf­recht­erhal­tung der öffent­li­chen Ver­sor­gung: Sie hel­fen dabei, den Grund­be­darf zu sichern, die Lie­fer­ket­ten am Lau­fen zu hal­ten und den Gesund­heits­sek­tor zu ver­sor­gen. Dies gilt auch für den Ser­vice und die Ersatz­teil­ver­sor­gung, die bei­de gera­de in einer Aus­nah­me­si­tua­ti­on wie der Coro­na-Pan­de­mie höchs­te Bedeu­tung für unse­re Kun­den und damit für die gesam­te Gesell­schaft haben. Intra­lo­gis­tik ist ein wich­ti­ger Fak­tor, der unse­re Wirt­schaft in Bewe­gung hält. So stel­len bei­spiels­wei­se STILL LiftRun­ner-Rou­ten­zü­ge in der Uni­kli­nik Mainz sicher, dass täg­lich rund 4.500 Mahl­zei­ten an sta­tio­nä­re Pati­en­ten zeit­ge­recht aus­ge­ge­ben wer­den. Und etwa 100 Flur­för­d­er­zeu­ge von STILL sind im Ein­satz, um 500 Bio­su­per­märk­te des ita­lie­ni­schen Unter­neh­mens Ecor­Na­turaSì zu beliefern.

In der Tat ist es so, dass vie­le Pro­duk­te, die wir als Pri­vat­per­so­nen in die Hand neh­men, eine welt­wei­te logis­ti­sche Lie­fer- und Pro­duk­ti­ons­ket­te durch­lau­fen. Wir haben dies vor eini­gen Jah­ren exem­pla­risch anhand eines Joghurts auf­ge­zeigt, um dar­auf auf­merk­sam zu machen, wie vie­le Schrit­te durch­lau­fen wer­den und wo unse­re Pro­duk­te über­all im Ein­satz sind, damit unter ande­rem Stu­die­ren­de zum Früh­stück einen Joghurt genie­ßen können.

 

Kom­men wir vom Ist zum Wird: Wel­che Pro­jek­te ste­hen bei STILL in naher Zukunft an?
Wir sind über­zeugt: Die erfolg­rei­che Zukunft unse­res Unter­neh­mens ist untrenn­bar mit unse­rem Enga­ge­ment für Nach­hal­tig­keit ver­bun­den. Zukunfts­ori­en­tier­te Pro­duk­te und inno­va­ti­ve Kon­zep­te sowie ver­ant­wor­tungs­vol­les und vor allem part­ner­schaft­li­ches Ver­hal­ten gegen­über allen unse­ren Sta­ke­hol­dern sind für STILL seit jeher die Grund­pfei­ler unter­neh­me­ri­schen Handelns.

Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sun­gen sind auf dem Vor­marsch. Nach­dem sich in den ver­gan­ge­nen Wochen ein­mal mehr die gro­ße Bedeu­tung leis­tungs­fä­hi­ger Logis­tik gezeigt hat, steht das The­ma Zukunfts­fä­hig­keit der Logis­tik für vie­le Unter­neh­men weit oben auf der Agen­da. Wir bekom­men gera­de sehr vie­le Anfra­gen von Kun­den, die ihre Logis­tik noch kri­sen­si­che­rer, effi­zi­en­ter und mit­ar­bei­ter­freund­li­cher gestal­ten möch­ten. Dabei ste­hen beson­ders Auto­ma­ti­sie­rungs­kon­zep­te im Fokus. Denn für die Opti­mie­rung intra­lo­gis­ti­scher Pro­zes­se stellt das The­ma Auto­ma­ti­sie­rung eine höchst pro­duk­ti­ve Lösung mit gro­ßer Wirt­schaft­lich­keit dar. Zudem kön­nen kör­per­li­che Belas­tun­gen für Mitarbeiter:innen redu­ziert und inef­fi­zi­en­te Pro­zes­se mini­miert wer­den, etwa durch Assis­tenz­sys­te­me oder auto­no­me Lösun­gen wie unse­ren Kom­mis­sio­nie­rer OPX iGo neo. Die­ser eigen­stän­dig agie­ren­de Assis­tent erhöht nicht nur die Umschlag­leis­tung im zen­tra­len Waren­la­ger, er redu­ziert gleich­zei­tig die Belas­tung der Mitarbeiter:innen, indem er den Anwen­der in dem unter­stützt, was die­ser immer noch am aller­bes­ten kann: das Picken beim Kom­mis­sio­nie­ren. Die OPX iGo neo fol­gen ihrem Bedie­ner auto­nom und stop­pen immer an der opti­ma­len Kom­mis­sio­nier­po­si­ti­on. Damit spart sich der Kom­mis­sio­nie­rer bis zu 75 Pro­zent der kraft- und zeit­rau­ben­den Auf- und Abstie­ge bei gleich­zei­tig erheb­li­cher Redu­zie­rung der Fuß­we­ge mit Last.

Auch im Bereich der alter­na­ti­ven Antriebs­ar­bei­ten, in dem wir einen span­nen­den Wett­be­werb der Tech­no­lo­gien beob­ach­ten, sind wir bes­tens auf­ge­stellt. Wir bie­ten unse­ren Kun­den stets die für sie wirt­schaft­lichs­te Lösung an – egal ob Blei-Säu­re, Lithi­um-Ionen oder Brenn­stoff­zel­le. Aber egal, wel­che Tech­no­lo­gie, klar ist: Die Antriebs­art wird elek­trisch sein – und dort sind wir füh­rend. Jüngs­tes Bei­spiel ist unser neu­er Elek­tro­stap­ler RX 60, der nun end­gül­tig eine Leis­tungs­fä­hig­keit erreicht, die bis­lang nur mit Die­sel­stap­lern erreicht wur­de – und die­se sogar über­trifft, das wird durch unab­hän­gi­ge Tests bestä­tigt. Selbst getes­te­te Die­sel­stap­ler glei­cher Trag­fä­hig­keits­klas­se haben in Bezug auf Pro­duk­ti­vi­tät gegen­über unse­rem Elek­tro­stap­ler das Nach­se­hen. Das ist ein Meilenstein.

Gera­de jun­ge Leu­te suchen nach einem Beruf, in dem sie sinn­stif­tend arbei­ten kön­nen. Wel­che Mög­lich­kei­ten bie­ten Sie bei Ihrem Unter­neh­men dahin­ge­hend?
Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in Indus­trie und Han­del ist kei­ne Zukunfts­vi­si­on. Sie ist bereits geleb­te Rea­li­tät und ver­langt nicht nur nach neu­en Geschäfts­mo­del­len, son­dern auch nach neu­en Arbeits- und Denk­wei­sen. Um die­se aktiv und ziel­ge­nau ent­wi­ckeln zu kön­nen, benö­ti­gen wir muti­ge, offe­ne und enga­gier­te Mitarbeiter:innen, die die Welt von mor­gen bes­ser machen wol­len. Zu den Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen gehö­ren eine Affi­ni­tät zu Auto­ma­ti­sie­rung und Digitalisierung/IT, eine agi­le Arbeits­wei­se, inter­dis­zi­pli­nä­res Den­ken und Arbei­ten sowie inter­kul­tu­rel­le Kom­pe­ten­zen. Wir suchen nach Men­schen, die einen Mehr­wert für die Gesell­schaft durch ihre Tätig­keit leis­ten wol­len, sei es direkt oder indi­rekt. Und sie soll­ten offen sein für neue Ideen und Lösun­gen, um die Tech­no­lo­gien der Zukunft zu gestal­ten und zu nutzen.

STILL bie­tet maß­ge­fer­tig­te inner­be­trieb­li­che Logis­tik­lö­sun­gen und rea­li­siert das intel­li­gen­te Zusam­men­spiel von Gabel­stap­lern und Lager­tech­nik, Soft­ware, Dienst­leis­tun­gen und Ser­vice. Kun­den­ori­en­tie­rung, Krea­ti­vi­tät, Unter­neh­mer­geist und Qua­li­täts­be­wusst­sein gehö­ren hier­bei zur geleb­ten Unternehmenskultur.

1920 in Ham­burg gegrün­det ist das Intra­lo­gis­ti­k/­Ma­schi­nen­bau-Unter­neh­men vie­len bekannt und beschäf­tigt an 14 Stand­or­ten deutsch­land­weit (wie Mün­chen, Frank­furt und Reut­lin­gen) über 5.000 Mit­ar­bei­ter. Welt­weit arbei­ten über 9.000 Men­schen bei STILL. 

Wel­che Ansprü­che stel­len Sie und Ihr Unter­neh­men an sich selbst?
Wir bei STILL haben den Anspruch, die Bedürf­nis­se unse­rer Kun­den zu erfas­sen und ihnen wie auch der Gesell­schaft siche­re, effi­zi­en­te und inno­va­ti­ve intra­lo­gis­ti­sche Lösun­gen zu bie­ten. Dabei rich­ten wir unser Han­deln an öko­lo­gi­schen, sozia­len und öko­no­mi­schen Aspek­ten aus. Wir alle sind gefor­dert, unse­ren Bei­trag zu leis­ten und durch Inno­va­tio­nen, Ideen und kon­se­quen­tes Han­deln dazu bei­zu­tra­gen, dass unser Unter­neh­men auch in Sachen Nach­hal­tig­keit sei­nem Füh­rungs­an­spruch gerecht wird. Davon pro­fi­tie­ren Kun­den, Umwelt, Mitarbeiter:innen und die Gesell­schaft glei­cher­ma­ßen – das belegt auch unse­re hun­dert­jäh­ri­ge Erfolgsgeschichte.

Als Geschäfts­füh­rer tra­ge ich die beson­de­re Ver­ant­wor­tung, durch mei­ne Ent­schei­dun­gen das Unter­neh­men zukunfts­ori­en­tiert auf­zu­stel­len und gemein­sam mit allen STILL Mit­ar­bei­tern und Mit­ar­bei­te­rin­nen unse­re Intra­lo­gis­tik­lö­sun­gen so zu gestal­ten, dass wir die jet­zi­gen und zukünf­ti­gen Kun­den­be­dürf­nis­se opti­mal erfüllen.

 

Unter ande­rem die Unter­neh­mens­kul­tur ist für uns ein Weg, die Gesell­schaft posi­tiv zu beein­flus­sen. Was ist Ihnen bei STILL in die­sem Zusam­men­hang wich­tig?
Ver­ant­wor­tung und Ver­trau­en kenn­zeich­nen bei STILL das Ver­hält­nis zwi­schen Unter­neh­men und Mit­ar­bei­tern sowie Mit­ar­bei­te­rin­nen. Die För­de­rung einer posi­ti­ven Unter­neh­mens­kul­tur gehört seit jeher zum Selbst­ver­ständ­nis von STILL und wird als essen­zi­el­ler Erfolgs­fak­tor gese­hen. Gro­ßes Gewicht legen wir auf die kon­ti­nu­ier­li­che Aus- und Wei­ter­bil­dung unse­rer Mitarbeiter:innen – und das natio­nal wie inter­na­tio­nal. Zeit­ge­mä­ße Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men, über­grei­fen­de Talent­ent­wick­lung sowie opti­ma­le Arbeits­be­din­gun­gen und ‑kon­di­tio­nen erhö­hen unse­re Attrak­ti­vi­tät als Arbeit­ge­ber und erhal­ten damit die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens in einem her­aus­for­dern­den Umfeld. Ein essen­zi­el­ler Bestand­teil unse­res täg­li­chen Mit­ein­an­ders bil­den unse­re STILL Wer­te Inte­gri­tät, Zusam­men­ar­beit, Mut und Exzel­lenz. Die­se len­ken unser indi­vi­du­el­les Han­deln und unse­re Zusam­men­ar­beit – mit Kol­le­gen, Vor­ge­setz­ten, Mit­ar­bei­tern, Kun­den, Lie­fe­ran­ten und Bewerbern.

Das spie­gelt u.a. auch die mehr­fa­che Aus­zeich­nung als Top Employ­er wider. STILL hat auf­grund der her­vor­ra­gen­den Mit­ar­bei­ter­ori­en­tie­rung die inter­na­tio­nal renom­mier­te Aus­zeich­nung „Top Employ­er Deutsch­land 2020“ erhal­ten. Damit haben wir es bereits zum neun­ten Mal in Fol­ge als Arbeit­ge­ber auf die Bes­ten­lis­te des Top Employ­ers Insti­tu­te geschafft.

 

Wel­che Her­aus­for­de­run­gen wer­den in Zukunft auf Ihr Unter­neh­men zukom­men?
Ich spre­che jetzt mal aus Sicht unse­rer Bran­che. Seit nun­mehr 100 Jah­ren lau­tet das zen­tra­le Kon­zept von STILL, die Bedürf­nis­se der Kun­den immer und über­all in den Mit­tel­punkt zu stel­len. Ich bin über­zeugt, dass genau die­ses Kon­zept jetzt und auch in Zukunft wich­ti­ger denn je ist. Wie bereits erwähnt, wird die Coro­na-Pan­de­mie sowohl unse­re Gesell­schaft als auch unse­re Wirt­schafts­welt ver­än­dern. Dabei wird auch so man­cher logis­ti­sche Pro­zess zu hin­ter­fra­gen sein. Ich kann mir vor­stel­len, dass der Lage­rung von Tei­len wie­der eine grö­ße­re Bedeu­tung zukom­men wird. Denn bei allen Vor­tei­len, die eine Just-in-Time-Pro­duk­ti­on uns bie­tet, so erle­ben wir doch gera­de in ver­schie­dens­ten Wirt­schafts­zwei­gen, wel­che Aus­wir­kun­gen es haben kann, wenn Tei­le der glo­ba­len Lie­fer­ket­ten ins Wan­ken gera­ten und wie schnell es zu einem Domi­no­ef­fekt kommt. Ist die Pan­de­mie über­stan­den, wird es dar­um gehen, unser Wirt­schafts­sys­tem wie­der in Schwung zu brin­gen. Auch dabei wird der Intra­lo­gis­tik eine Schlüs­sel­rol­le zukom­men. Es ist eine gro­ße Chan­ce für uns, unse­ren Teil dazu bei­zu­tra­gen, indem wir die aktu­ell gewon­ne­nen Erfah­run­gen in neue Lösun­gen ummün­zen. Das gilt für neue Geschäfts­mo­del­le wie bei­spiels­wei­se im Bereich Logistics as a Ser­vice eben­so wie für die Wei­ter­ent­wick­lung bestehen­der Geschäfts­be­rei­che. Neh­men Sie den seit Jah­ren rasant wach­sen­den E‑Com­mer­ce-Markt. Der Online­han­del ver­zeich­net jähr­li­che Wachs­tums­ra­ten von rund 10 Pro­zent, 2018 betrug der welt­wei­te Umsatz rund 1,5 Bil­lio­nen Euro. Durch die der­zei­ti­gen Umstän­de dürf­te der E‑Commerce sogar noch einen zusätz­li­chen Schub erhal­ten. Lösun­gen für einen fle­xi­blen, schnell­dre­hen­den und klein­tei­li­gen Waren­um­schlag bis hin zur Los­grö­ße 1 wer­den ent­spre­chend noch gefrag­ter sein. Hoch­re­gal­la­ger mit intel­li­gent ver­netz­ten Waren- und Infor­ma­ti­ons­flüs­sen, Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung, ein digi­ta­ler Echt­zeit­ser­vice – wir haben die Chan­ce, mit unse­ren Lösun­gen hier wei­ter­hin der Weg­be­rei­ter zu sein.

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