„Wir machen es Heil­be­ruf­lern leich­ter, ihrer Beru­fung zu folgen“

Vor über 118 Jah­ren erschwer­ten finan­zi­el­le Hür­den Apo­the­kern die Aus­übung ihres Berufs. Seit Grün­dung der apo­Bank im Jahr 1902 wer­den Heil­be­ruf­ler bei ihren Vor­ha­ben, ins­be­son­de­re bei der Exis­tenz­grün­dung, unter­stützt und bera­ten. Heu­te ist die Bank mehr als ein Kre­dit­in­sti­tut. Wie das in der Pra­xis aus­sieht und wie die­ses Kon­zept dem Gemein­wohl dient, erklärt uns Ulrich Som­mer, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Deut­schen Apo­the­ker- und Ärz­te­bank (apo­Bank).

Herr Som­mer, wel­che Ver­ant­wor­tung für das Gemein­wohl tra­gen Unter­neh­men und wie inter­pre­tie­ren Sie dies für die apo­Bank?
Unter­neh­men sind ein wesent­li­cher Bestand­teil unse­rer Gesell­schaft und tra­gen als sol­che selbst­ver­ständ­lich gro­ße Ver­ant­wor­tung für das Gemein­wohl. Sie leis­ten viel­fäl­ti­ge Bei­trä­ge, die das gesell­schaft­li­che Leben prä­gen und betei­li­gen damit ver­schie­de­ne gesell­schaft­li­che Grup­pen und Indi­vi­du­en an ihrem Wir­ken.
Dabei sind Unter­neh­men über unter­schied­li­che Auf­ga­ben und Rol­len mit der Gesell­schaft ver­bun­den: Sie bie­ten Arbeits­plät­ze, sind Dienst­leis­ter und Part­ner, tei­len ihre Gewin­ne mit Eigen­tü­mern, Arbeit­neh­mern und der Bevöl­ke­rung. Sie sind ver­ant­wort­lich für per­sön­li­che und gesell­schaft­li­che Wei­ter­ent­wick­lun­gen und Ver­bes­se­run­gen. Unter­neh­men und ihr Bei­trag zum Gemein­wohl sind unver­zicht­bar. Das gilt in her­aus­for­dern­den Zei­ten, wie aktu­ell in der Coro­na-Pan­de­mie, in beson­de­rem Maße.
Vor die­sem Hin­ter­grund enga­giert sich die Deut­sche Apo­the­ker- und Ärz­te­bank (apo­Bank) viel­fäl­tig. Unse­re Kun­den sind Heil­be­ruf­ler, das heißt Ärz­te, Apo­the­ker und Zahn­ärz­te, ihre Orga­ni­sa­tio­nen sowie Unter­neh­men im Gesund­heits­markt. Wir sehen uns daher beson­ders in der Ver­ant­wor­tung, gemein­sam mit unse­ren Kun­den zur Siche­rung der Leis­tungs- und Zukunfts­fä­hig­keit des deut­schen Gesund­heits­we­sens bei­zu­tra­gen. Auch jen­seits unse­res Kern­ge­schäfts ist uns die Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung ein sehr wich­ti­ges Anlie­gen. Unser gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment ist viel­fäl­tig und reicht von einer eige­nen Stif­tung, mit der wir unter ande­rem inter­na­tio­na­le Ent­wick­lungs­hil­fe zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung leis­ten, bis zum Umwelt­schutz über die Nut­zung von Fern­wär­me und dem Ange­bot von Lade­sta­tio­nen für Elek­tro­fahr­zeu­ge. Als Bank der Gesund­heit sind wir durch unse­re ein­zig­ar­ti­ge Posi­tio­nie­rung gut ver­netzt, sowohl im Finanz­markt als auch im Gesund­heits­markt. Wir tra­gen dazu bei, dass sich Men­schen und The­men zum best­mög­li­chen gesell­schaft­li­chen Nut­zen mit­ein­an­der ver­bin­den. Das gilt nicht nur für unse­re ori­gi­nä­ren Märk­te, son­dern bei­spiels­wei­se auch für jun­ge Künst­ler und Kunst, die wir för­dern und mit Mit­ar­bei­tern, Kun­den und Geschäfts­part­nern ver­net­zen. Wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie unter­stüt­zen wir unse­re Kun­den und Part­ner mit zusätz­li­chen Maß­nah­men, zum Bei­spiel, um schnell den Liqui­di­täts­be­darf von Arzt­pra­xen und Apo­the­ken zu decken oder ihre orga­ni­sa­to­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen zu lösen. Dar­über hin­aus unter­stüt­zen wir bedürf­ti­ge Per­so­nen, Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­ei­ne und die Coro­na-For­schung. Wir sind über­zeugt: Die Pan­de­mie bekämp­fen wir nur gemein­sam. Als apo­Bank über­neh­men wir gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung – auch für die Gesund­heit der Menschen.

ApoBank nachhaltiger Arbeitgeber

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Mit dem För­der­pro­gramm “gemein­sam wach­sen” unter­stützt die apo­Bank-Stif­tung zum Bei­spiel sozi­al­me­di­zi­ni­sche Pro­jek­te von Stu­die­ren­den oder ehren­amt­li­che Aus­lands­ein­sät­ze durch Zuschüs­se.

Sie zäh­len zu den Unter­neh­men, wel­che die Welt ein Stück­chen bes­ser machen. Was genau bedeu­tet nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten für Ihr Haus?
Als Genos­sen­schaft der Heil­be­ruf­ler ist nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten fest in unse­ren Unter­neh­mens­wer­ten ver­an­kert. Eigen­tü­mer unse­rer Bank sind über 115.000 Mit­glie­der, die uns die Mög­lich­keit geben, Heil­be­ruf­ler wirt­schaft­lich zu för­dern. Nach­hal­tig­keits­aspek­te sind inte­gra­ler Bestand­teil unse­rer Geschäfts­stra­te­gie und unse­rer Leit­sät­ze. Unser Geschäfts­mo­dell ist nicht auf Gewinn­ma­xi­mie­rung aus­ge­rich­tet, son­dern lang­fris­tig ange­legt. Wir unter­stüt­zen damit Per­so­nen, Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen, die mit ihrem Wir­ken der Gesund­heit der Bevöl­ke­rung die­nen. Für uns ist es selbst­ver­ständ­lich, sorg­sam mit unse­ren Res­sour­cen umzu­ge­hen und unse­re Bank ver­ant­wor­tungs­voll zu füh­ren. Gemein­sam mit mei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern ent­wick­le ich Lösun­gen, die es Heil­be­ruf­lern leich­ter machen, ihrer Beru­fung zu fol­gen.
So schaf­fen wir für unse­re Mit­glie­der, Kun­den und Part­ner Mehr­wer­te und ermög­li­chen Gesund­heit. Das ist die zeit­ge­mä­ße Wei­ter­füh­rung der Phi­lo­so­phie unse­res Grün­ders, Richard Oskar Mat­tern. Vor über 118 Jah­ren grün­de­te der Apo­the­ker Richard Oskar Mat­tern den Kre­dit­ver­ein deut­scher Apo­the­ker. Es war die Zeit der hohen Lager­hal­tungs­kos­ten und wuchern­den Zin­sen, die die Berufs­aus­übung in einer eige­nen Offi­zin häu­fig ver­hin­der­ten. Die Grün­dung der Kre­dit­ge­nos­sen­schaft ermög­lich­te fai­re finan­zi­el­le Unter­stüt­zung und sicher­te Apo­the­kern eine beruf­li­che Zukunft. Das war zugleich die Geburts­stun­de der Deut­schen Apo­the­ker- und Ärz­te­bank und die Basis für unser heu­ti­ges Tun: Die För­de­rung des Gesund­heits­we­sens in Deutsch­land. Wir haben als Bank der Gesund­heit eine ganz wesent­li­che Rol­le, Nach­hal­tig­keit in der Gesell­schaft vor­zu­le­ben und zu för­dern. Die­se Ver­ant­wor­tung neh­men wir aus unse­rem Selbst­ver­ständ­nis aktiv an – nicht nur, weil sich regu­la­to­ri­sche Anfor­de­run­gen an unser direkt von der EZB beauf­sich­tig­tes Insti­tut ändern. Wir för­dern Zukunfts­pro­jek­te, inves­tie­ren in Nach­hal­tig­keit und öko­lo­gi­sches Bewusst­sein. So bezie­hen wir zum Bei­spiel seit 2015 unse­ren Strom aus zer­ti­fi­zier­ten erneu­er­ba­ren Ener­gien und seit 2021 hei­zen wir unter ande­rem mit zer­ti­fi­zier­tem Öko­gas. Gleich­zei­tig inves­tie­ren wir in E‑Mobilität für unse­ren Fuhr­park und redu­zie­ren durch den Ein­satz digi­ta­ler Pro­zes­se unse­ren Papier­ver­brauch schritt­wei­se. Die Mög­lich­keit, mobil arbei­ten zu kön­nen, ist für uns selbst­ver­ständ­lich. Im Rah­men einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie wer­den wir wei­te­re The­men angehen.

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Ulrich Som­mer, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der Deut­schen Apo­the­ker- und Ärz­te­bank (apo­Bank): Nach sei­ner Aus­bil­dung zum Bank­kauf­mann trat Ulrich Som­mer 1987 in die apo­Bank ein. Hier nahm er ver­schie­de­ne Funk­tio­nen wahr, unter ande­rem im Bereich der Insti­tu­tio­nel­len Kun­den­be­treu­ung. 1993 wech­sel­te er zur IKB, und war als Pro­ku­rist für Wert­pa­pier­han­del und Kun­den­be­treu­ung tätig. 1994 kehr­te er zur apo­Bank zurück und lei­te­te die Insti­tu­tio­nel­le Kun­den­be­treu­ung. Als Direk­tor über­nahm er spä­ter auch die Ver­ant­wor­tung für den Wert­pa­pier­han­del. Im Dezem­ber 2010 wur­de Som­mer zum Bereichs­vor­stand ernannt und lei­te­te die Res­sorts Stan­des­or­ga­ni­sa­tio­nen, Groß­kun­den und Märk­te. Seit dem 1. Juli 2012 ist Som­mer, gebo­ren am 26. März 1962, Mit­glied des Vor­stands der apo­Bank. Am 19. Juni 2015 wur­de er zum stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den des Vor­stands ernannt. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2017 ist er Vor­sit­zen­der des Vorstands.

Durch die Kli­ma­dis­kus­si­on kann sich kaum ein Unter­neh­men erlau­ben, sich nicht mit Nach­hal­tig­keits­fra­gen zu beschäf­ti­gen. Was emp­fin­den Sie per­sön­lich, wie gut wir unter­wegs sind zu einer Welt, die behut­sa­mer mit dem Leben und den Res­sour­cen auf dem Pla­ne­ten umgeht?
Das The­ma Nach­hal­tig­keit hat in den letz­ten Jah­ren stark an Auf­merk­sam­keit gewon­nen. Dazu bei­getra­gen haben sicher­lich auch Initia­ti­ven wie Fri­days for Future, extre­me Wet­ter­ereig­nis­se und die öffent­li­che Wahr­neh­mung von aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen. Mit The­men wie Ernäh­rung, Mobi­li­tät und Ener­gie beschäf­ti­gen sich immer mehr Men­schen. Das gilt ins­be­son­de­re auch für die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Nach­hal­tig­keit in pri­va­ten und beruf­li­chen Lebens­be­rei­chen. Aktu­ell neh­me ich jedoch wahr, dass durch die Coro­na-Pan­de­mie und die wirt­schaft­lich domi­nie­ren­den Dis­kus­sio­nen die Bedeu­tung von Umwelt- und Kli­ma­schutz in den Hin­ter­grund zu gera­ten droht. Ich sehe es als gesamt­ge­sell­schaft­li­che und ins­be­son­de­re unter­neh­me­ri­sche Pflicht an, gera­de in der aktu­ell her­aus­for­dern­den Zeit, auch die­se The­men wie­der in den Mit­tel­punkt zu stel­len. Denn es ist unse­re Auf­ga­be dafür zu sor­gen, dass wir alle nach unse­ren Mög­lich­kei­ten, zu einem bewuss­ten Umgang mit unse­ren Res­sour­cen bei­tra­gen. Ich per­sön­lich habe ein hohes Inter­es­se an Zukunfts­the­men und ‑tech­no­lo­gien und ver­fol­ge ins­be­son­de­re den tech­ni­schen Fort­schritt und sei­ne gesamt­ge­sell­schaft­li­chen, öko­no­mi­schen Impli­ka­tio­nen auf­merk­sam. Als Gesell­schaft gilt es, auch und beson­ders in die­sen Zei­ten, für­ein­an­der ein­zu­ste­hen, und Belas­tun­gen best­mög­lich aus­zu­glei­chen.

Heut­zu­ta­ge ist es wich­tig, dass jedes Unter­neh­men einen posi­ti­ven Nut­zen für die Gesell­schaft hat. Wie genau ver­hilft die apo­Bank mit ihren Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen zu einem nach­hal­ti­gen Gemein­wohl?
Als Bank der Gesund­heit sor­gen wir mit dafür, dass die Gesund­heits­ver­sor­gung in Deutsch­land funk­tio­niert. Unse­re Rol­le als spe­zia­li­sier­te Bank an der Schnitt­stel­le zum Gesund­heits­markt eröff­net uns die ein­zig­ar­ti­ge Chan­ce, unse­re Kun­den im Bank­ge­schäft und im Gesund­heits­markt zu beglei­ten. So ermög­li­chen wir Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur, gewähr­leis­ten den Zah­lungs­ver­kehr im Gesund­heits­we­sen und stel­len unser Know-how und unse­re Res­sour­cen dem gesam­ten deut­schen Gesund­heits­markt zur Ver­fü­gung, von Stu­die­ren­den, über Pra­xis- und Apo­the­ken­in­ha­ber, ange­stell­te Heil­be­ruf­ler, bis hin zu for­schen­den Unter­neh­men und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen. Unser Ziel ist, dass Heil­be­ruf­ler sich ganz auf ihren Dienst am Pati­en­ten kon­zen­trie­ren kön­nen. Durch unse­re Unter­stüt­zung ent­las­ten wir unse­re Heil­be­ruf­ler und tra­gen so zur Gesund­heit der Gesell­schaft bei. Als Inter­me­di­är zwi­schen Finanz- und Gesund­heits­markt brin­gen wir Men­schen zusam­men und ermög­li­chen neue Ent­wick­lun­gen von Gesund­heits­dienst­leis­tun­gen und deren Finan­zie­rung. Unser Anlie­gen ist, die Bedürf­nis­se der Heil­be­ruf­ler ganz­heit­lich zu erfül­len. Daher bie­ten wir ihnen über Bank­dienst­leis­tun­gen hin­aus kom­ple­men­tä­re Lösun­gen, die sie in ihrem heil­be­ruf­li­chen All­tag unterstützen.

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So bie­tet unse­re Toch­ter­ge­sell­schaft naon­tek mit ihrer Platt­form univiva.de einen digi­ta­len Markt­platz, der Heil­be­ruf­ler eine zen­tra­le Anlauf­stel­le zu allen The­men rund um ihren Berufs­all­tag bie­tet. Das Ange­bots­spek­trum umfasst die unab­hän­gi­ge Bera­tung und Ver­mitt­lung von Fort­bil­dun­gen, Medi­zin­tech­nik, Pra­xis­ein­rich­tung, ‑mar­ke­ting und vie­lem mehr. Ein wei­te­res Bei­spiel für unser Non-Ban­king-Enga­ge­ment ist die Zahn­pra­xis der Zukunft. Das inno­va­ti­ve Pra­xis­mo­dell erleich­tert jun­gen Zahn­ärz­ten den Weg in die Selbst­stän­dig­keit, ver­deut­licht die Attrak­ti­vi­tät der eige­nen Pra­xis und leis­tet damit einen Bei­trag, auch lang­fris­tig die zahn­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung sicher­zu­stel­len. Gleich­zei­tig sam­meln wir mit der ers­ten, im Okto­ber 2019, unter dem Namen ZAP*8 in Düs­sel­dorf eröff­ne­ten Pra­xis Erfah­run­gen für neue Lösun­gen zur Unter­stüt­zung unse­rer Heil­be­ruf­ler. Die Beglei­tung von Heil­be­ruf­lern bei Exis­tenz­grün­dun­gen ist von Beginn an ein beson­de­res Anlie­gen der apo­Bank. Die Begeis­te­rung für digi­ta­le Ent­wick­lun­gen im Gesund­heits­markt för­dern wir auch mit unse­rem Kom­pe­tenz­zen­trum apoHe­alth. Wir zei­gen kon­kre­te Ein­satz­mög­lich­kei­ten und Vor­tei­le für nie­der­ge­las­se­ne Heil­be­ruf­ler, bei­spiels­wei­se durch die Video­sprech­stun­de, die elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­ak­te oder die papier­lo­se Praxis.

Sie haben bereits erwähnt, dass Sie an Inno­va­tio­nen arbei­ten. Gibt es dar­über hin­aus noch wei­te­re Dienst­leis­tun­gen, die die Bank aktu­ell ent­wi­ckelt, um einen Bei­trag für mehr Nach­hal­tig­keit und Gemein­wohl zu leis­ten?
Um Gesund­heit zu ermög­li­chen, arbei­ten wir kon­ti­nu­ier­lich dar­an, unser Ange­bots­uni­ver­sum wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und stets best­mög­lich an die sich ver­än­dern­den Rah­men­be­din­gun­gen und Bedürf­nis­se der Heil­be­ruf­ler aus­zu­rich­ten. Aktu­ell erpro­ben wir bei­spiels­wei­se unter dem Namen opti­Prax unse­re neue Dienst­leis­tung zur Opti­mie­rung von Arzt­pra­xen. Mit Hil­fe digi­ta­ler Ana­ly­sen wer­den wirt­schaft­li­che Kenn­zah­len einem Markt­ver­gleich unter­zo­gen. Auf die­se Wei­se unter­stüt­zen wir Heil­be­ruf­ler indi­vi­du­ell bei ihren unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dun­gen zur Wei­ter­ent­wick­lung ihrer Pra­xis und bie­ten mit unse­ren Netz­werk­part­nern auch kon­kre­te Umset­zungs­maß­nah­men an. Durch die Bera­tung mit opti­Prax haben Heil­be­ruf­ler mehr Zeit sich auf ihre kura­ti­ven Auf­ga­ben und damit auf ihre Pati­en­ten zu kon­zen­trie­ren. So leis­ten wir auch mit neu­en Ange­bo­ten einen wert­vol­len Bei­trag zum Gemeinwohl. 

Die Deut­sche Apo­the­ker- und Ärz­te­bank (apo­Bank) kennt die Bedürf­nis­se der Heil­be­ruf­ler so gut wie kei­ne ande­re Bank. Sie ist die füh­ren­de Bank im Gesund­heits­we­sen. Als Genos­sen­schaft arbei­tet die apo­Bank nach dem Prin­zip “Von Heil­be­ruf­lern für Heil­be­ruf­ler”, das heißt sie ist auf die Betreu­ung der Akteu­re des Gesund­heits­mark­tes spe­zia­li­siert und wird zugleich von die­sen als Eigen­tü­mern getra­gen. Als Stan­des­bank für die Heil­be­ruf­ler ver­fügt sie damit über ein ein­zig­ar­ti­ges Geschäftsmodell.

1902 grün­de­te der Apo­the­ker Richard Oskar Mat­tern die apo­Bank als “Kre­dit-Ver­ein Deut­scher Apo­the­ker” (KRE­DA). Dar­aus ent­stand die apo­Bank, die nun bun­des­weit an 84 Stand­or­ten zu fin­den ist. Der Finanz­dienst­leit­ser ist nur in Deutsch­land tätig und beschäf­tigt rund 2.300 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mitarbeiter. 

Neben eige­nen Dienst­leis­tun­gen enga­gie­ren wir uns grund­sätz­lich bei der För­de­rung inno­va­ti­ver Lösun­gen für die Gesund­heits­ver­sor­gung in Deutsch­land. Wir unter­stüt­zen den Start-up-Wett­be­werb d‑he­alth-up in Düs­sel­dorf. Mit dem Ham­bur­ger Start-up-För­der­pro­gramm HIP (Health Inno­va­ti­on Port) von Phil­ips koope­rie­ren wir, damit aus neu­en Ideen und Impul­sen Lösun­gen für den Gesund­heits­markt von mor­gen wer­den. Auch in unse­rem klas­si­schen Kern­ge­schäft mit Finan­zie­rungs­lö­sun­gen und Ange­bo­ten zum Ver­mö­gens­auf­bau rich­ten wir Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen Schritt für Schritt nach­hal­ti­ger aus.

Vie­le Berufs­ein­stei­ger stre­ben eine Arbeit in einem nach­hal­ti­gen Unter­neh­men an. Wel­che Visi­on von Zukunft haben Sie für Hoch­schul­ab­sol­ven­ten, die die apo­Bank beglei­ten möch­ten?
Wir sind inte­gra­ler Bestand­teil zwei­er Märk­te, dem Finanz­markt und dem Gesund­heits­markt, was unse­re apo­Bank zu einem ein­zig­ar­ti­gen Unter­neh­men macht. Wir ana­ly­sie­ren lau­fend den Gesund­heits­markt und ste­hen im direk­ten Aus­tausch mit Stan­des­po­li­ti­kern und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit. Unse­re brei­te Wert­schöp­fungs­ket­te bie­tet ein äußerst viel­fäl­ti­ges und abwechs­lungs­rei­ches Arbeits­feld, ins­be­son­de­re für Hoch­schul­ab­sol­ven­ten. Um es Heil­be­ruf­lern leich­ter zu machen, ihrer Beru­fung zu fol­gen, ent­wi­ckeln wir uns ste­tig wei­ter und bie­ten inno­va­ti­ve Dienst­leis­tun­gen an der Schnitt­stel­le von Finanz- und Gesund­heits­markt. Gleich­zei­tig sind wir die größ­te genos­sen­schaft­li­che Pri­mär­bank und bie­ten das gesam­te Ange­bot einer klas­si­schen Bank – aus­ge­rich­tet auf die spe­zi­el­len Bedürf­nis­se der Heil­be­ruf­ler.
Wir bie­ten ver­schie­de­ne inter­es­san­te Tätig­keits­fel­der und damit Berufs­ein­stei­gern unter­schied­li­cher Fach­rich­tun­gen eine Kom­bi­na­ti­on, die ein­zig­ar­tig auf dem deut­schen Markt ist. Ob als per­sön­li­cher Bera­ter für unse­re Kun­den in unse­ren bun­des­wei­ten Filia­len, als IT-Spezialist:in für die Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer digi­ta­len Pro­zes­se und neu­er Dienst­leis­tun­gen, oder in viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben in unse­ren Zen­tral­ein­hei­ten – als Teil der apo­Bank-Mann­schaft ermög­li­chen sie mit uns Gesund­heit. Sie tra­gen dazu bei, jun­ge Ärz­te oder Apo­the­ker auf dem Weg in die eige­ne Pra­xis oder Apo­the­ke zu beglei­ten, leis­ten einen Bei­trag, um Kli­nik­ka­pa­zi­tä­ten zu erwei­tern oder unter­stüt­zen Bio­tech-Unter­neh­men bei der stra­te­gi­schen Wei­ter­ent­wick­lung. Die Ban­ken- und die Gesund­heits­bran­che unter­lie­gen einem stän­di­gen Wan­del. Die­se schnel­len Ver­än­de­run­gen mit­zu­ge­stal­ten bie­tet ein anspruchs­vol­les und span­nen­des Arbeits­um­feld in unse­rer apo­Bank.   

Wie wich­tig ist es für Sie per­sön­lich, dass Arbeit sinn­stif­tend sein muss?
Sehr wich­tig. Ich arbei­te für Men­schen, nicht für Kapi­tal­ge­ber. Die Deut­sche Apo­the­ker- und Ärz­te­bank ist als Genos­sen­schaft eine ein­zig­ar­ti­ge Kom­bi­na­ti­on aus Men­schen, die ihr Leben der Gesund­heit ande­rer wid­men. Vie­le unse­rer Kun­den sind gleich­zei­tig unse­re Eigen­tü­mer und damit auch Arbeit­ge­ber. Ich wid­me mei­ne Arbeit Anteils­eig­nern, die als Ärz­te, Apo­the­ker und Zahn­ärz­te für unse­re Gesell­schaft unver­zicht­bar sind und ele­men­ta­re Auf­ga­ben über­neh­men. Die Bedeu­tung die­ser Berufs­grup­pe zeigt sich ein­mal mehr in der Coro­na-Pan­de­mie. Es gibt mir einen Sinn, dass ich mit mei­ner Arbeit die­se wich­ti­gen Men­schen unter­stüt­zen kann. Daher set­ze ich mich beson­ders für die Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Bank ein, sodass sich auch in Zukunft Heil­be­ruf­ler ganz auf ihre Beru­fung kon­zen­trie­ren kön­nen. Als apo­Bank wol­len wir ein gutes Leben für alle, die ihres der Gesund­heit ande­rer wid­men. Dafür arbei­te ich gemein­sam mit mei­ner apo­Bank-Mann­schaft jeden Tag mit gro­ßem Enga­ge­ment. Dies ist für mich eine sehr sinn­stif­ten­de Tätig­keit und mei­ne Beru­fung.

In der Ein­gren­zung des The­mas „Arbeit­ge­ber, die hel­fen, die Welt bes­ser zu machen“ haben wir den Befrag­ten auch die Unter­neh­mens­kul­tur als ein Instru­ment genannt, über das die Gesell­schaft posi­tiv beein­flusst wer­den kann. Wie geht man bei der apo­Bank mit­ein­an­der um?
Die genos­sen­schaft­li­chen Wer­te sind die Basis für unser Tun und unse­re Unter­neh­mens­kul­tur. Unse­re Mit­glie­der gestal­ten gemein­sam mit mei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern und mir unse­re Bank aktiv mit. Vier zen­tra­le Wer­te bestim­men das Mit­ein­an­der in der apo­Bank: Ver­trau­en ist das Ziel und Ergeb­nis unse­rer Arbeit. Unkom­pli­ziert­heit ist das Ver­spre­chen an unse­re Kun­den, die Ent­las­tung suchen. Ent­schlos­sen­heit ist die Hal­tung, mit der wir uns wei­ter­ent­wi­ckeln und Freu­de ist das, was wir mit unse­ren Kun­den tei­len möch­ten. Der apo­Bank sind Chan­cen­ge­rech­tig­keit und Viel­falt wich­tig. Daher haben wir 2015 die Char­ta der Viel­falt unter­schrie­ben. Damit ver­pflich­tet sich die Bank zu einem ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang im gesam­ten Unter­neh­men von und mit Men­schen ver­schie­de­nen Geschlechts, mit Behin­de­run­gen, unter­schied­li­cher Natio­na­li­tät und eth­ni­scher Her­kunft, ande­rer sexu­el­ler Ori­en­tie­rung, unter­schied­li­chen Alters und eben­so ver­schie­de­ner Reli­gio­nen und Welt­an­schau­un­gen. Nicht nur als Genos­sen­schaft sind wir eine Wer­te­ge­mein­schaft mit einem gro­ßen Fokus auf Gesund­heit. Wir bie­ten unse­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern viel­fäl­ti­ge Ange­bo­te zur Stär­kung ihrer phy­si­schen und men­ta­len Gesund­heit. Unser betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment ist viel­fach aus­ge­zeich­net.

Wie soll­te die Welt in 10 Jah­ren aus­se­hen und was sind die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen auf die­sem Weg?
Ich hof­fe sehr, dass wir in 10 Jah­ren auf eine Ent­wick­lung bli­cken, in der es uns gelun­gen ist, den Kli­ma­wan­del ent­schei­dend abzu­brem­sen. Zudem hof­fe ich, dass wir dann als Gesell­schaft in einer stark digi­ta­li­sier­ten und auf gro­ße Unter­neh­men kon­zen­trier­ten Welt Wege gefun­den haben, gut mit­ein­an­der zu leben und, dass wir die Chan­cen des Wan­dels in der Zusam­men­ar­beit nut­zen. Wenn ich an die Deut­sche Apo­the­ker- und Ärz­te­bank den­ke, so wer­den die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen im wei­te­ren Wan­del des Finanz- und Gesund­heits­markts lie­gen. Neue Wett­be­wer­ber, wie GAFA, also Goog­le, Apple, Face­book und Ama­zon sowie inter­na­tio­na­le Tech-Gigan­ten, wer­den die Bran­chen­gren­zen über­win­den und Syn­er­gien nut­zen.  Dazu kom­men eine ange­spann­te makro­öko­no­mi­sche Lage sowie ste­tig neue Kun­den­be­dürf­nis­se, die auch unser Wir­ken beein­flus­sen wer­den. Hin­zu kommt, dass sich der Gesund­heits­markt nicht nur infol­ge der Digi­ta­li­sie­rung ändern wird.
Fach­frem­de Play­er tre­ten wei­ter in den Markt ein, bestehen­de Unter­neh­men erwei­tern ihre Wert­schöp­fungs­ket­te und Pri­va­te Equi­ty erobert zuneh­mend auch den regu­lier­ten Gesund­heits­markt. Dar­über hin­aus ändern sich auch die Bedürf­nis­se unse­rer heil­be­ruf­li­chen Kun­den hin zu Anstel­lung, Koope­ra­ti­on und ande­ren Erwar­tun­gen an die Work-Life-Balan­ce. Wir neh­men die­sen Wett­be­werb im Finanz- und Gesund­heits­markt an und set­zen unse­ren ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter fort. Auf­bau­end auf unse­rer spe­zi­fi­schen Ver­net­zung und unse­rem beson­de­ren Know-how im Gesund­heits­markt sind wir über­zeugt, auch in 10 Jah­ren und dar­über hin­aus für unse­re Kun­den Mehr­wer­te zu schaf­fen. Wir wer­den Ange­bo­te aus per­sön­li­cher Bera­tung, digi­ta­len Lösun­gen sowie Bank- und kom­ple­men­tä­ren Dienst­leis­tun­gen für den Heil­be­ruf­ler wei­ter aus­bau­en und mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Damit wer­den wir unse­ren USP wei­ter stär­ken und die Tra­di­ti­on der apo­Bank fort­set­zen, es Heil­be­ruf­lern leich­ter zu machen, ihrer Beru­fung zu folgen.

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