„Wir machen es Heilberuflern leichter, ihrer Berufung zu folgen“

Vor über 118 Jahren erschwerten finanzielle Hürden Apothekern die Ausübung ihres Berufs. Seit Gründung der apoBank im Jahr 1902 werden Heilberufler bei ihren Vorhaben, insbesondere bei der Existenzgründung, unterstützt und beraten. Heute ist die Bank mehr als ein Kreditinstitut. Wie das in der Praxis aussieht und wie dieses Konzept dem Gemeinwohl dient, erklärt uns Ulrich Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

Herr Sommer, welche Verantwortung für das Gemeinwohl tragen Unternehmen und wie interpretieren Sie dies für die apoBank?
Unternehmen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und tragen als solche selbstverständlich große Verantwortung für das Gemeinwohl. Sie leisten vielfältige Beiträge, die das gesellschaftliche Leben prägen und beteiligen damit verschiedene gesellschaftliche Gruppen und Individuen an ihrem Wirken.
Dabei sind Unternehmen über unterschiedliche Aufgaben und Rollen mit der Gesellschaft verbunden: Sie bieten Arbeitsplätze, sind Dienstleister und Partner, teilen ihre Gewinne mit Eigentümern, Arbeitnehmern und der Bevölkerung. Sie sind verantwortlich für persönliche und gesellschaftliche Weiterentwicklungen und Verbesserungen. Unternehmen und ihr Beitrag zum Gemeinwohl sind unverzichtbar. Das gilt in herausfordernden Zeiten, wie aktuell in der Corona-Pandemie, in besonderem Maße.
Vor diesem Hintergrund engagiert sich die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) vielfältig. Unsere Kunden sind Heilberufler, das heißt Ärzte, Apotheker und Zahnärzte, ihre Organisationen sowie Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Wir sehen uns daher besonders in der Verantwortung, gemeinsam mit unseren Kunden zur Sicherung der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens beizutragen. Auch jenseits unseres Kerngeschäfts ist uns die Übernahme von Verantwortung ein sehr wichtiges Anliegen. Unser gesellschaftliches Engagement ist vielfältig und reicht von einer eigenen Stiftung, mit der wir unter anderem internationale Entwicklungshilfe zur medizinischen Versorgung leisten, bis zum Umweltschutz über die Nutzung von Fernwärme und dem Angebot von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Als Bank der Gesundheit sind wir durch unsere einzigartige Positionierung gut vernetzt, sowohl im Finanzmarkt als auch im Gesundheitsmarkt. Wir tragen dazu bei, dass sich Menschen und Themen zum bestmöglichen gesellschaftlichen Nutzen miteinander verbinden. Das gilt nicht nur für unsere originären Märkte, sondern beispielsweise auch für junge Künstler und Kunst, die wir fördern und mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern vernetzen. Während der Corona-Pandemie unterstützen wir unsere Kunden und Partner mit zusätzlichen Maßnahmen, zum Beispiel, um schnell den Liquiditätsbedarf von Arztpraxen und Apotheken zu decken oder ihre organisatorischen Herausforderungen zu lösen. Darüber hinaus unterstützen wir bedürftige Personen, Organisationen, Vereine und die Corona-Forschung. Wir sind überzeugt: Die Pandemie bekämpfen wir nur gemeinsam. Als apoBank übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung – auch für die Gesundheit der Menschen.

ApoBank nachhaltiger Arbeitgeber

©apoBank

Mit dem Förderprogramm “gemeinsam wachsen” unterstützt die apoBank-Stiftung zum Beispiel sozialmedizinische Projekte von Studierenden oder ehrenamtliche Auslandseinsätze durch Zuschüsse.

Sie zählen zu den Unternehmen, welche die Welt ein Stückchen besser machen. Was genau bedeutet nachhaltiges Wirtschaften für Ihr Haus?
Als Genossenschaft der Heilberufler ist nachhaltiges Wirtschaften fest in unseren Unternehmenswerten verankert. Eigentümer unserer Bank sind über 115.000 Mitglieder, die uns die Möglichkeit geben, Heilberufler wirtschaftlich zu fördern. Nachhaltigkeitsaspekte sind integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie und unserer Leitsätze. Unser Geschäftsmodell ist nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, sondern langfristig angelegt. Wir unterstützen damit Personen, Unternehmen und Organisationen, die mit ihrem Wirken der Gesundheit der Bevölkerung dienen. Für uns ist es selbstverständlich, sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen und unsere Bank verantwortungsvoll zu führen. Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickle ich Lösungen, die es Heilberuflern leichter machen, ihrer Berufung zu folgen.
So schaffen wir für unsere Mitglieder, Kunden und Partner Mehrwerte und ermöglichen Gesundheit. Das ist die zeitgemäße Weiterführung der Philosophie unseres Gründers, Richard Oskar Mattern. Vor über 118 Jahren gründete der Apotheker Richard Oskar Mattern den Kreditverein deutscher Apotheker. Es war die Zeit der hohen Lagerhaltungskosten und wuchernden Zinsen, die die Berufsausübung in einer eigenen Offizin häufig verhinderten. Die Gründung der Kreditgenossenschaft ermöglichte faire finanzielle Unterstützung und sicherte Apothekern eine berufliche Zukunft. Das war zugleich die Geburtsstunde der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und die Basis für unser heutiges Tun: Die Förderung des Gesundheitswesens in Deutschland. Wir haben als Bank der Gesundheit eine ganz wesentliche Rolle, Nachhaltigkeit in der Gesellschaft vorzuleben und zu fördern. Diese Verantwortung nehmen wir aus unserem Selbstverständnis aktiv an – nicht nur, weil sich regulatorische Anforderungen an unser direkt von der EZB beaufsichtigtes Institut ändern. Wir fördern Zukunftsprojekte, investieren in Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein. So beziehen wir zum Beispiel seit 2015 unseren Strom aus zertifizierten erneuerbaren Energien und seit 2021 heizen wir unter anderem mit zertifiziertem Ökogas. Gleichzeitig investieren wir in E-Mobilität für unseren Fuhrpark und reduzieren durch den Einsatz digitaler Prozesse unseren Papierverbrauch schrittweise. Die Möglichkeit, mobil arbeiten zu können, ist für uns selbstverständlich. Im Rahmen einer Nachhaltigkeitsstrategie werden wir weitere Themen angehen.

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Ulrich Sommer, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank): Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann trat Ulrich Sommer 1987 in die apoBank ein. Hier nahm er verschiedene Funktionen wahr, unter anderem im Bereich der Institutionellen Kundenbetreuung. 1993 wechselte er zur IKB, und war als Prokurist für Wertpapierhandel und Kundenbetreuung tätig. 1994 kehrte er zur apoBank zurück und leitete die Institutionelle Kundenbetreuung. Als Direktor übernahm er später auch die Verantwortung für den Wertpapierhandel. Im Dezember 2010 wurde Sommer zum Bereichsvorstand ernannt und leitete die Ressorts Standesorganisationen, Großkunden und Märkte. Seit dem 1. Juli 2012 ist Sommer, geboren am 26. März 1962, Mitglied des Vorstands der apoBank. Am 19. Juni 2015 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Seit dem 1. September 2017 ist er Vorsitzender des Vorstands.

Durch die Klimadiskussion kann sich kaum ein Unternehmen erlauben, sich nicht mit Nachhaltigkeitsfragen zu beschäftigen. Was empfinden Sie persönlich, wie gut wir unterwegs sind zu einer Welt, die behutsamer mit dem Leben und den Ressourcen auf dem Planeten umgeht?
Das Thema Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren stark an Aufmerksamkeit gewonnen. Dazu beigetragen haben sicherlich auch Initiativen wie Fridays for Future, extreme Wetterereignisse und die öffentliche Wahrnehmung von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Mit Themen wie Ernährung, Mobilität und Energie beschäftigen sich immer mehr Menschen. Das gilt insbesondere auch für die kritische Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit in privaten und beruflichen Lebensbereichen. Aktuell nehme ich jedoch wahr, dass durch die Corona-Pandemie und die wirtschaftlich dominierenden Diskussionen die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz in den Hintergrund zu geraten droht. Ich sehe es als gesamtgesellschaftliche und insbesondere unternehmerische Pflicht an, gerade in der aktuell herausfordernden Zeit, auch diese Themen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Denn es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass wir alle nach unseren Möglichkeiten, zu einem bewussten Umgang mit unseren Ressourcen beitragen. Ich persönlich habe ein hohes Interesse an Zukunftsthemen und -technologien und verfolge insbesondere den technischen Fortschritt und seine gesamtgesellschaftlichen, ökonomischen Implikationen aufmerksam. Als Gesellschaft gilt es, auch und besonders in diesen Zeiten, füreinander einzustehen, und Belastungen bestmöglich auszugleichen.

Heutzutage ist es wichtig, dass jedes Unternehmen einen positiven Nutzen für die Gesellschaft hat. Wie genau verhilft die apoBank mit ihren Produkten und Dienstleistungen zu einem nachhaltigen Gemeinwohl?
Als Bank der Gesundheit sorgen wir mit dafür, dass die Gesundheitsversorgung in Deutschland funktioniert. Unsere Rolle als spezialisierte Bank an der Schnittstelle zum Gesundheitsmarkt eröffnet uns die einzigartige Chance, unsere Kunden im Bankgeschäft und im Gesundheitsmarkt zu begleiten. So ermöglichen wir Investitionen in die Infrastruktur, gewährleisten den Zahlungsverkehr im Gesundheitswesen und stellen unser Know-how und unsere Ressourcen dem gesamten deutschen Gesundheitsmarkt zur Verfügung, von Studierenden, über Praxis- und Apothekeninhaber, angestellte Heilberufler, bis hin zu forschenden Unternehmen und Pflegeeinrichtungen. Unser Ziel ist, dass Heilberufler sich ganz auf ihren Dienst am Patienten konzentrieren können. Durch unsere Unterstützung entlasten wir unsere Heilberufler und tragen so zur Gesundheit der Gesellschaft bei. Als Intermediär zwischen Finanz- und Gesundheitsmarkt bringen wir Menschen zusammen und ermöglichen neue Entwicklungen von Gesundheitsdienstleistungen und deren Finanzierung. Unser Anliegen ist, die Bedürfnisse der Heilberufler ganzheitlich zu erfüllen. Daher bieten wir ihnen über Bankdienstleistungen hinaus komplementäre Lösungen, die sie in ihrem heilberuflichen Alltag unterstützen.

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So bietet unsere Tochtergesellschaft naontek mit ihrer Plattform univiva.de einen digitalen Marktplatz, der Heilberufler eine zentrale Anlaufstelle zu allen Themen rund um ihren Berufsalltag bietet. Das Angebotsspektrum umfasst die unabhängige Beratung und Vermittlung von Fortbildungen, Medizintechnik, Praxiseinrichtung, -marketing und vielem mehr. Ein weiteres Beispiel für unser Non-Banking-Engagement ist die Zahnpraxis der Zukunft. Das innovative Praxismodell erleichtert jungen Zahnärzten den Weg in die Selbstständigkeit, verdeutlicht die Attraktivität der eigenen Praxis und leistet damit einen Beitrag, auch langfristig die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Gleichzeitig sammeln wir mit der ersten, im Oktober 2019, unter dem Namen ZAP*8 in Düsseldorf eröffneten Praxis Erfahrungen für neue Lösungen zur Unterstützung unserer Heilberufler.
Die Begleitung von Heilberuflern bei Existenzgründungen ist von Beginn an ein besonderes Anliegen der apoBank. Die Begeisterung für digitale Entwicklungen im Gesundheitsmarkt fördern wir auch mit unserem Kompetenzzentrum apoHealth. Wir zeigen konkrete Einsatzmöglichkeiten und Vorteile für niedergelassene Heilberufler, beispielsweise durch die Videosprechstunde, die elektronische Patientenakte oder die papierlose Praxis.

Sie haben bereits erwähnt, dass Sie an Innovationen arbeiten. Gibt es darüber hinaus noch weitere Dienstleistungen, die die Bank aktuell entwickelt, um einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Gemeinwohl zu leisten?
Um Gesundheit zu ermöglichen, arbeiten wir kontinuierlich daran, unser Angebotsuniversum weiterzuentwickeln und stets bestmöglich an die sich verändernden Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der Heilberufler auszurichten. Aktuell erproben wir beispielsweise unter dem Namen optiPrax unsere neue Dienstleistung zur Optimierung von Arztpraxen. Mit Hilfe digitaler Analysen werden wirtschaftliche Kennzahlen einem Marktvergleich unterzogen. Auf diese Weise unterstützen wir Heilberufler individuell bei ihren unternehmerischen Entscheidungen zur Weiterentwicklung ihrer Praxis und bieten mit unseren Netzwerkpartnern auch konkrete Umsetzungsmaßnahmen an. Durch die Beratung mit optiPrax haben Heilberufler mehr Zeit sich auf ihre kurativen Aufgaben und damit auf ihre Patienten zu konzentrieren. So leisten wir auch mit neuen Angeboten einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl. 

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) kennt die Bedürfnisse der Heilberufler so gut wie keine andere Bank. Sie ist die führende Bank im Gesundheitswesen. Als Genossenschaft arbeitet die apoBank nach dem Prinzip “Von Heilberuflern für Heilberufler”, das heißt sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Als Standesbank für die Heilberufler verfügt sie damit über ein einzigartiges Geschäftsmodell.

1902 gründete der Apotheker Richard Oskar Mattern die apoBank als “Kredit-Verein Deutscher Apotheker” (KREDA). Daraus entstand die apoBank, die nun bundesweit an 84 Standorten zu finden ist. Der Finanzdienstleitser ist nur in Deutschland tätig und beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Neben eigenen Dienstleistungen engagieren wir uns grundsätzlich bei der Förderung innovativer Lösungen für die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Wir unterstützen den Start-up-Wettbewerb d-health-up in Düsseldorf. Mit dem Hamburger Start-up-Förderprogramm HIP (Health Innovation Port) von Philips kooperieren wir, damit aus neuen Ideen und Impulsen Lösungen für den Gesundheitsmarkt von morgen werden. Auch in unserem klassischen Kerngeschäft mit Finanzierungslösungen und Angeboten zum Vermögensaufbau richten wir Produkte und Dienstleistungen Schritt für Schritt nachhaltiger aus.

Viele Berufseinsteiger streben eine Arbeit in einem nachhaltigen Unternehmen an. Welche Vision von Zukunft haben Sie für Hochschulabsolventen, die die apoBank begleiten möchten?
Wir sind integraler Bestandteil zweier Märkte, dem Finanzmarkt und dem Gesundheitsmarkt, was unsere apoBank zu einem einzigartigen Unternehmen macht. Wir analysieren laufend den Gesundheitsmarkt und stehen im direkten Austausch mit Standespolitikern und dem Bundesministerium für Gesundheit. Unsere breite Wertschöpfungskette bietet ein äußerst vielfältiges und abwechslungsreiches Arbeitsfeld, insbesondere für Hochschulabsolventen. Um es Heilberuflern leichter zu machen, ihrer Berufung zu folgen, entwickeln wir uns stetig weiter und bieten innovative Dienstleistungen an der Schnittstelle von Finanz- und Gesundheitsmarkt. Gleichzeitig sind wir die größte genossenschaftliche Primärbank und bieten das gesamte Angebot einer klassischen Bank – ausgerichtet auf die speziellen Bedürfnisse der Heilberufler.
Wir bieten verschiedene interessante Tätigkeitsfelder und damit Berufseinsteigern unterschiedlicher Fachrichtungen eine Kombination, die einzigartig auf dem deutschen Markt ist. Ob als persönlicher Berater für unsere Kunden in unseren bundesweiten Filialen, als IT-Spezialist:in für die Weiterentwicklung unserer digitalen Prozesse und neuer Dienstleistungen, oder in vielfältigen Aufgaben in unseren Zentraleinheiten – als Teil der apoBank-Mannschaft ermöglichen sie mit uns Gesundheit. Sie tragen dazu bei, junge Ärzte oder Apotheker auf dem Weg in die eigene Praxis oder Apotheke zu begleiten, leisten einen Beitrag, um Klinikkapazitäten zu erweitern oder unterstützen Biotech-Unternehmen bei der strategischen Weiterentwicklung. Die Banken- und die Gesundheitsbranche unterliegen einem ständigen Wandel. Diese schnellen Veränderungen mitzugestalten bietet ein anspruchsvolles und spannendes Arbeitsumfeld in unserer apoBank.   

Wie wichtig ist es für Sie persönlich, dass Arbeit sinnstiftend sein muss?
Sehr wichtig. Ich arbeite für Menschen, nicht für Kapitalgeber. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ist als Genossenschaft eine einzigartige Kombination aus Menschen, die ihr Leben der Gesundheit anderer widmen. Viele unserer Kunden sind gleichzeitig unsere Eigentümer und damit auch Arbeitgeber. Ich widme meine Arbeit Anteilseignern, die als Ärzte, Apotheker und Zahnärzte für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind und elementare Aufgaben übernehmen. Die Bedeutung dieser Berufsgruppe zeigt sich einmal mehr in der Corona-Pandemie. Es gibt mir einen Sinn, dass ich mit meiner Arbeit diese wichtigen Menschen unterstützen kann. Daher setze ich mich besonders für die Weiterentwicklung unserer Bank ein, sodass sich auch in Zukunft Heilberufler ganz auf ihre Berufung konzentrieren können. Als apoBank wollen wir ein gutes Leben für alle, die ihres der Gesundheit anderer widmen. Dafür arbeite ich gemeinsam mit meiner apoBank-Mannschaft jeden Tag mit großem Engagement. Dies ist für mich eine sehr sinnstiftende Tätigkeit und meine Berufung.

In der Eingrenzung des Themas „Arbeitgeber, die helfen, die Welt besser zu machen“ haben wir den Befragten auch die Unternehmenskultur als ein Instrument genannt, über das die Gesellschaft positiv beeinflusst werden kann. Wie geht man bei der apoBank miteinander um?
Die genossenschaftlichen Werte sind die Basis für unser Tun und unsere Unternehmenskultur. Unsere Mitglieder gestalten gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mir unsere Bank aktiv mit. Vier zentrale Werte bestimmen das Miteinander in der apoBank: Vertrauen ist das Ziel und Ergebnis unserer Arbeit. Unkompliziertheit ist das Versprechen an unsere Kunden, die Entlastung suchen. Entschlossenheit ist die Haltung, mit der wir uns weiterentwickeln und Freude ist das, was wir mit unseren Kunden teilen möchten. Der apoBank sind Chancengerechtigkeit und Vielfalt wichtig. Daher haben wir 2015 die Charta der Vielfalt unterschrieben. Damit verpflichtet sich die Bank zu einem verantwortungsvollen Umgang im gesamten Unternehmen von und mit Menschen verschiedenen Geschlechts, mit Behinderungen, unterschiedlicher Nationalität und ethnischer Herkunft, anderer sexueller Orientierung, unterschiedlichen Alters und ebenso verschiedener Religionen und Weltanschauungen. Nicht nur als Genossenschaft sind wir eine Wertegemeinschaft mit einem großen Fokus auf Gesundheit. Wir bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vielfältige Angebote zur Stärkung ihrer physischen und mentalen Gesundheit. Unser betriebliches Gesundheitsmanagement ist vielfach ausgezeichnet.

Wie sollte die Welt in 10 Jahren aussehen und was sind die größten Herausforderungen auf diesem Weg?
Ich hoffe sehr, dass wir in 10 Jahren auf eine Entwicklung blicken, in der es uns gelungen ist, den Klimawandel entscheidend abzubremsen. Zudem hoffe ich, dass wir dann als Gesellschaft in einer stark digitalisierten und auf große Unternehmen konzentrierten Welt Wege gefunden haben, gut miteinander zu leben und, dass wir die Chancen des Wandels in der Zusammenarbeit nutzen. Wenn ich an die Deutsche Apotheker- und Ärztebank denke, so werden die größten Herausforderungen im weiteren Wandel des Finanz- und Gesundheitsmarkts liegen. Neue Wettbewerber, wie GAFA, also Google, Apple, Facebook und Amazon sowie internationale Tech-Giganten, werden die Branchengrenzen überwinden und Synergien nutzen.  Dazu kommen eine angespannte makroökonomische Lage sowie stetig neue Kundenbedürfnisse, die auch unser Wirken beeinflussen werden. Hinzu kommt, dass sich der Gesundheitsmarkt nicht nur infolge der Digitalisierung ändern wird.
Fachfremde Player treten weiter in den Markt ein, bestehende Unternehmen erweitern ihre Wertschöpfungskette und Private Equity erobert zunehmend auch den regulierten Gesundheitsmarkt. Darüber hinaus ändern sich auch die Bedürfnisse unserer heilberuflichen Kunden hin zu Anstellung, Kooperation und anderen Erwartungen an die Work-Life-Balance. Wir nehmen diesen Wettbewerb im Finanz- und Gesundheitsmarkt an und setzen unseren eingeschlagenen Weg weiter fort. Aufbauend auf unserer spezifischen Vernetzung und unserem besonderen Know-how im Gesundheitsmarkt sind wir überzeugt, auch in 10 Jahren und darüber hinaus für unsere Kunden Mehrwerte zu schaffen. Wir werden Angebote aus persönlicher Beratung, digitalen Lösungen sowie Bank- und komplementären Dienstleistungen für den Heilberufler weiter ausbauen und miteinander kombinieren. Damit werden wir unseren USP weiter stärken und die Tradition der apoBank fortsetzen, es Heilberuflern leichter zu machen, ihrer Berufung zu folgen.

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